Klassik | Orgelsommer mit Stiftsorganist Jens Wollenschläger | 25. Juli.2026 | Eintritt frei!
9. Juli 2026
Klassik erhaben in Vollendung erleben Sie an einem ganz besonderen Samstagnachmittag in Sachsens berühmtester evangelischer Hauptkirche. Am Samstag, den 25. Juli 2026, lädt der renommierte Orgelsommer in der Kreuzkirche Dresden um 15:00 Uhr zu einer außergewöhnlichen musikalischen Reise ein.
Für exakt 45 Minuten verwandelt sich das imposante Gotteshaus in ein Epizentrum virtuoser Orgelmusik, das die Zuhörer aus dem Alltag entführt. Bei freiem Eintritt und freier Platzwahl steht dieser Nachmittag ganz im Zeichen meisterhafter Kompositionen und interpretiert die Tradition, wie sie nur die echte Klassik hervorzubringen vermag, auf allerhöchstem Niveau.
Klassik Orgelkonzert in der Kreuzkirche Dresden
Das hochkarätige Klassik-Konzertprogramm widmet sich unter dem Titel „Vater unser im Himmelreich“ tiefgründigen Vertonungen des berühmten Luther‘schen Vaterunser-Liedes. Das Publikum darf sich auf eine faszinierende stilistische Bandbreite freuen, die von barocker Pracht bis hin zu ausdrucksstarken frühneuzeitlichen Klängen reicht.
Eröffnet wird der Reigen durch Felix Mendelssohn Bartholdys monumentale Sonate Nr. VI d-moll op. 65 Nr. 6 mit ihrem ergreifenden Choral, gefolgt von Sebastian Aguilera de Heredias temperamentvoller „Obra de 8o. tono alto: Ensalada“. Die unsterbliche Klassik von Johann Sebastian Bach ist mit dem dichten, kanonischen Meisterwerk „Vater unser im Himmelreich“ BWV 682 aus dem Dritten Theil der Clavierübung vertreten.
Ergänzt wird diese erlesene Klassik-Werkauswahl durch feinsinnige Bearbeitungen von Georg Böhm, Francisco Correa de Arauxo und Jacob Praetorius sowie zwei kunstvolle Variationen aus dem historischen Tabulatur-Buch von Johann Ulrich Steigleder, welche das Klassikkonzert im virtuosen Toccata-Manier-Stil prachtvoll abrunden.

Am Spieltisch dieser Königin der Instrumente nimmt mit Stiftsorganist Professor Jens Wollenschläger aus Tübingen ein absoluter Ausnahmekünstler Platz. Seit 2014 lehrt er als Professor für Orgel an der dortigen Hochschule für Kirchenmusik, leitete diese interimistisch als Rektor und prägt als Erster Organist die Musik der Stiftskirche St. Georg.
Seine umfassende Ausbildung in Kirchenmusik, Orgel und Historischen Tasteninstrumenten absolvierte er mit Auszeichnung in Stuttgart, Hamburg und Trossingen unter den Augen prägender Mentoren wie Bernhard Haas und Pieter van Dijk. Der einstige „Künstler des Jahres“ des Fachjournals „organ“ blickt auf über 100 CD-Einspielungen.
Dazu kommt eine rege internationale Tätigkeit als Konzertorganist, Komponist, Juror und Dozent, die ihn bereits in die bedeutendsten Kathedralen Europas – vom Passauer und Speyrer Dom bis nach Kopenhagen – führte. Lassen Sie sich dieses klangliche Highlight im Dresdner Orgelsommer nicht entgehen und genießen Sie Orgelkunst, die die zeitlose Klassik atemberaubend lebendig werden lässt.
Orgelsommer
Samstag, 25. Juli 2026, 15.00 – 15.45 Uhr
Kreuzkirche Dresden
45 Minuten virtuose Orgelmusik
Werke von Johann Ulrich Steigleder, Jakob Praetorius, Johann Sebastian Bach und Felix Mendelssohn Bartholdy
Stiftsorganist Jens Wollenschläger (Tübingen)
Freier Eintritt, freie Platzwahl

Klassik-Musikprogramm:
„Vater unser im Himmelreich“
Vertonungen des Luther‘schen Vaterunser-Liedes
Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847)
Sonate Nr. VI d-moll op. 65 Nr. 6
I. Choral. Andante sostenuto. Allegro molto
Sebastian Aguilera de Heredia (1561-1627)
Obra de 8o. tono alto: Ensalada
Johann Sebastian Bach (1685-1750)
„Vater unser im Himmelreich“ BWV 682
à 2 Clav. et Ped. et Canto fermo in Canone
(aus: Dritter Theil der Clavierübung)
Georg Böhm (1661-1733)
„Vater unser im Himmelreich“
Francisco Correa de Arauxo (1584-1654)
Tiento de medio registro de baxon de septimo tono (50)
Jacob Praetorius (1586-1651)
„Vater unser im Himmelreich“
Johann Ulrich Steigleder (1593-1635)
Tabulatur Buch Darinnen Daß Vatter vnser
– Nr. 31: 4 Voc. Coral im Baß
– Nr. 40: 4 Vocum. Die 40. Und letste Variation/auff Toccata Manier
Jens Wollenschläger
– ist seit 2014 Professor für Orgel an der Hochschule für Kirchenmusik in Tübingen sowie Erster Organist der dortigen Stiftskirche St. Georg.
Im März 2015 wurde Jens Wollenschläger vom Senat der Hochschule zum Prorektor gewählt und von März 2019 bis Februar 2020 leitete er die Hochschule kommissarisch als Rektor.
Er wuchs in Landau/Pfalz und Umgebung auf, wo er sein Abitur machte und intensiv als Tastenspieler und Kontrabassist unterwegs war.
Seine musikalische Ausbildung in den Studiengängen Kirchenmusik (B- und A-Examen), Orgel (Konzertexamen mit Auszeichnung) und Historische Tasteninstrumente führte ihn – u.a. als Stipendiat der L-Bank-Musikstiftung – nach Stuttgart, Hamburg und Trossingen. Seine prägenden Lehrer im Tastenbereich waren u.a. Bernhard Haas, Pieter van Dijk und Hans Martin Corrinth (Orgel), Oleg Maisenberg, Alexandra Neumann, Wan Ing Ong, Friedemann Rieger und der Arrau-Schüler Eugenio Patricio Garrido (Klavier) sowie Marieke Spaans (Historische Tasteninstrumente).
Als Dozent an den kirchenmusikalischen Seminaren der Ev. Kirche der Pfalz in Speyer und Neustadt unterrichtete er die Fächer Orgel, Improvisation, Klavier und Gehörbildung.
Bis 2015 war er des Weiteren Orgelsachverständiger der württembergischen Landeskirche.
Jens Wollenschläger war am Ulmer Münster (Ausbildungsjahr), an der Stadtkirche Aalen (Vertretung Bezirkskantorat) sowie als Kantor und Organist in Stuttgart-Möhringen tätig, wo er einen Orgelneubau an der dortigen Martinskirche mitinitiierte (Klais 2020, III/44).
Er spielte etwa 100 CDs ein – darunter die neu erschienenen Alben „Marimba & Organ Melange“ (an der Orgel) sowie „In weiter Ferne“ mit norwegischen Liedern von Edvard Grieg und David M. Johansen (am Klavier).
Neben seinen Aufgaben in Tübingen ist Jens Wollenschläger in vielfältiger Weise als Konzertorganist, Cembalist, Pianist und Liedbegleiter, Dozent, Chorleiter, Komponist & Herausgeber (Carus, Strube, Schott), Autor musikwissenschaftlicher Beiträge und Juror international tätig.
Konzertreisen und Lehrtätigkeiten führten ihn in der jüngsten Vergangenheit u.a. nach Dänemark, Österreich, Polen und Schweden.
Er konzertiert in Kathedralen wie dem Münchener Dom, dem Speyrer Dom, den Domkirchen in Aarhus und Kopenhagen, dem Dom zu Passau, dem Magdeburger Dom oder der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche Berlin.
Das Orgeljournal „organ“ kürte Jens Wollenschläger für seine Einspielung von Hamburger Orgelmusik des 17. und 18. Jahrhunderts, eingespielt an der Arp-Schnitger-Orgel (1693) von St. Jacobi Hamburg, 2010 zum „Künstler des Jahres“.