Klassik | Orgelkonzert mit Domorganist Henrik Skærbæk Jespersen | 12. August 2026
4. August 2026
Klassik in ihrer reinsten Form erwartet Sie beim Dresdner Orgelzyklus im Rahmen der Internationalen Dresdner Orgelwochen. Wenn draußen die sommerliche Hitze über der Stadt liegt, bietet eine kühle Kirche in heißen Tagen den idealen Zufluchtsort für Leib und Seele. Treten Sie ein in diesen erhabenen Raum und tauschen Sie die Hektik des Alltags gegen Momente voller Ruhe, Besinnung und innerer Einkehr. Dieses hochkarätige Konzert verspricht nicht nur eindrucksvolle Musik auf höchstem Niveau, sondern auch ein ganzheitliches Erlebnis der Wandlung und Entschleunigung, das Menschen im Zeichen der Kunst zusammenbringt.
Klassik: Nordische Klänge
Bereits um 19:19 Uhr beginnt der Abend am Mittwoch, den 12. August 2026, mit einem ganz besonderen Auftakt: Unter der Stehlampe lädt zu Orgelwein und einem stimmungsvollen Gespräch mit dem Organisten ein. Hier erfahren Sie Erhellendes und Berauschendes zum folgenden Programm und können sich in entspannter Atmosphäre auf das bevorstehende Livemusik-Ereignis einstimmen. Die spürbare Gemeinschaft von Musikliebhabern macht diesen Abend zu weit mehr als einem gewöhnlichen Konzertbesuch – es ist ein Fest der Sinne und des kulturellen Austauschs.

Mit dem dänischen Virtuosen Henrik Skærbæk Jespersen steht ab 20:00 Uhr ein Künstler an den Manualen, der als Domorganist und Kirchenmusikdirektor an der Domkirche zu Hadersleben weit über die Grenzen seiner Heimat hinaus wirkt. Der renommierte Preisträger der Frobenius-Stiftung, der bereits an bedeutenden Stätten wie der Westminster Abbey in London, dem Mariendom in Linz, der Hallgrímskirkja in Reykjavík und der Hauptkirche St. Michaelis in Hamburg gastierte, schlägt an diesem Abend eine faszinierende Brücke zwischen der mitteldeutschen Orgeltradition und den klanglichen Landschaften Nordeuropas.

Den machtvollen Ausgangspunkt des Klassik-Konzerts bilden Barockmeisterwerke von Johann Sebastian Bach (Toccata und Fuga F-Dur BWV 540) und Dieterich Buxtehude (Passacaglia d-Moll BuxWV 161) – Monumente zeitloser Klassik, die durch Virtuosität und klangliche Pracht bestechen. Es folgt ein romantischer Bogen nach Dresden und Leipzig mit Werken von Felix Mendelssohn Bartholdy, Robert Schumann und dem dänischen Komponisten Niels W. Gade, dessen lyrische Tonstücke die engen kulturellen Bande zwischen Deutschland und Skandinavien spürbar machen.
Im zweiten Teil richtet sich der Blick weit nach Norden: Edvard Griegs farbenreiche Holberg-Ouvertüre (arr. Kåre Nordstoga), Rued Langgaards geheimnisvolles Øde Gader sowie Oskar Lindbergs meditatives Adagio zeigen die Vielfalt nordischer Klangwelten von klassischer Eleganz bis zu tief empfundener Mystik. Den grandiosen Schlusspunkt setzt Herbert Howells’ Rhapsody III – ein Höhepunkt englischer Kathedralmusik des 20. Jahrhunderts, der diesen Streifzug durch die europäische Orgelarchitektur eindrucksvoll abrundet. Erleben Sie die mitreißende Kraft grandioser Klassik-Livemusik und genießen Sie unvergessliche Augenblicke der Ästhetik und Besinnung.
Orgelkonzert – Dresdner Orgelzyklus
Mittwoch, 12.08.2026, 20.00 – 21.00 Uhr (Einlass 19.00 Uhr)
Kreuzkirche Dresden
Nordische Klänge
Werke von Dieterich Buxtehude, Johann Sebastian Bach, Niels W. Gade und Edward Grieg
Domorganist Henrik Skærbæk Jespersen (Haderslev/Dänemark)
19.19 Uhr: Unter der Stehlampe
Orgelwein und Organist im Gespräch –
Erhellendes und Berauschendes zum Konzert
Tickets: 8 € (erm. ab 6 €)
Tickets erhältlich an der Konzertkasse, online und an allen bekannten Vorverkaufsstellen
Abendkasse in der Kreuzkirche (Eingang F) 60 Minuten vor Beginn geöffnet.
Ermäßigte Preise gelten für Kinder ab 6 Jahren (Eintritt erst ab 6 Jahren möglich), Schüler, Studenten, Auszubildende, Männer und Frauen, die Bundesfreiwilligendienst (BFD) leisten, Freiwillig Wehrdienstleistende (FWD), Inhaber des Dresden-Passes sowie Schwerbehinderte ab GdB 80 und deren Begleitpersonen.

Das Klassik-Konzertprogramm
Johann Sebastian Bach (1685–1750)
Toccata und Fuga F-Fur
BWV 540
Dieterich Buxtehude (ca. 1637–1707)
Passacaglia d-Moll
BuxWV 161
Niels W. Gade (1817–1890)
Tonestykke Nr. 1 F-Dur
Niels W. Gade
Tonestykke Nr. 2 C-Dur
Felix Mendelssohn Bartholdy (1809–1847)
Præludium d-Moll
Robert Schumann (1810–1856)
Fuga Nr. 5
aus: Sechs Fugen über den Namen BACH op. 60
Edvard Grieg (1843–1907)
Holberg-Ouvertüre
arr. Kåre Nordstoga
Rued Langgaard (1893–1952)
Øde Gader
BVN 373
Oskar Lindberg (1887–1955)
Adagio
aus: Sonate in g-Moll
Herbert Howells (1892–1983)
Rhapsody III
Der Künstler
Henrik Skærbæk Jespersen ist Domorganist und Kirchenmusikdirektor an der Domkirche zu Hadersleben (Dänemark). Dort leitet er ein vielfältiges kirchenmusi-kalisches Leben mit Konzerten an den drei Orgeln des Doms sowie einer umfang-reichen Chorarbeit mit rund 200 Sängerinnen und Sängern in verschiedenen Ensem-bles.
Bereits im Alter von 31 Jahren wurde Henrik Skærbæk Jespersen im Jahr 2011 zum Domorganisten berufen. Seine künstlerische Entwicklung als Organist vertiefte er kontinuierlich durch Meisterkurse bei führenden europäischen Organisten.
Als Organist und Dirigent entfaltet er eine rege internationale Konzerttätigkeit und ist in weiten Teilen Europas sowie in den USA aufgetreten. Zu den bedeutenden Konzertorten zählen unter anderem die Hallgrímskirkja in Reykjavík, die Westmins-ter Abbey in London, der Mariendom in Linz, der Dom zu Oslo sowie die Hauptkir-che St. Michaelis in Hamburg.
Neben seiner Tätigkeit als Organist ist Henrik Skærbæk Jespersen Gründer und Leiter des Haderslev Drengekor (Hadersleber Knabenchor) sowie künstlerischer Leiter der Haderslev Sangakademi.
Ein besonderer Schwerpunkt seiner Arbeit liegt in der musikalischen Nachwuchs-förderung und der Ausbildung junger Organistinnen und Organisten. Für dieses außergewöhnliche Engagement wurde ihm im Jahr 2020 der renommierte Preis der Frobenius-Stiftung verliehen, der mit 250.000 Dänischen Kronen dotiert ist.