Bach: h-Moll Messe | Gedenkkonzert des Dresdner Kreuzchores | 07.02.2026

Erleben Sie mit Johann Sebastian Bachs h-Moll Messe einen der bewegendsten Momente der Musikgeschichte an einem Ort tiefster Tradition. Am 7. Februar 2026 lädt die Kreuzkirche Dresden zu einem besonderen Gedenkkonzert mit dem Dresdner Kreuzchor ein.

Ein Monument der Ewigkeit: Bachs h-Moll-Messe in der Kreuzkirche

Johann Sebastian Bachs Messe in h-Moll ist weit mehr als eine Komposition – sie ist das „Summa Musicae“ eines Genies. Über Jahrzehnte hinweg zu einem architektonischen Meisterwerk geflochten, vereint sie tiefste Spiritualität mit der gesamten Pracht barocker Tonsatzkunst. Von der monumentalen Wucht der Chöre bis hin zu den innigen Soli: Dieses Werk spiegelt die gesamte Bandbreite menschlicher Emotionen wider – zwischen Demut, Hoffnung und triumphaler Freude.

Unter der Leitung von Kreuzkantor Martin Lehmann musizieren der Dresdner Kreuzchor und das renommierte Dresdner Festspielorchester gemeinsam mit einem erstklassigen Solistenensemble. Tauchen Sie ein in eine Klangwelt, die seit Jahrhunderten die Menschen berührt und in der Akustik der Kreuzkirche ihre volle, majestätische Kraft entfaltet.

Die erste dokumentierte Aufführung der h-Moll Messe durch den Dresdner Kreuzchor fand am 3. März 1923 unter Leitung des damaligen Kreuzkantors Otto Richter statt, letztmalig war Bachs Messe 2016 auf dem Konzertprogramm.

Die Trauermotette „Wie liegt die Stadt so wüst“, die der ehemalige Kreuzkantor Rudolf Mauersberger im Eindruck der Zerstörung Dresdens komponierte, eröffnet traditionell das Gedenkkonzert des Dresdner Kreuzchores, mit dem allen Opfern von Krieg, Verfolgung und Zerstörung gedacht werden soll.

Johann Sebastian Bach: h-Moll Messe BWV 232

Gedenkkonzert des Dresdner Kreuzchores
Rudolf Mauersberger, „Wie liegt die Stadt so wüst“
Johann Sebastian Bach, Messe in h-Moll BWV 232
Samstag, 07.02.2026, 17.00 Uhr (Einlass 16.15 Uhr)
Kreuzkirche Dresden

Mitwirkende:
Miriam Feuersinger, Sopran
Hanna Zumsande, Sopran
Marie Henriette Reinhold, Alt
Daniel Johannsen, Tenor
Tobias Berndt, Bass
Dresdner Kreuzchor
Dresdner Festspielorchester
Kreuzkantor Martin Lehmann, Leitung

Krankheitsbedingt musste Eric Stokloßa seine Mitwirkung leider absagen. Wir freuen uns jedoch sehr, dass Daniel Johannsen kurzfristig einspringt und die Tenorpartie übernimmt.

Tickets: 12 / 17 / 32 / 43 / 52 / 60 € (erm. ab 10 €)

Tickets erhältlich an der Konzertkasse, online und an allen bekannten Vorverkaufsstellen
Abendkasse: Konzertkasse im Haus an der Kreuzkirche 90 Minuten vor Beginn geöffnet. Abendkassenzuschlag: 3,00 € je Ticket.

Ermäßigte Preise gelten für Kinder ab 6 Jahren (Eintritt erst ab 6 Jahren möglich), Schüler, Studenten, Auszubildende, Männer und Frauen, die Bundesfreiwilligendienst (BFD) leisten, Freiwillig Wehrdienstleistende (FWD), Inhaber des Dresden-Passes sowie Schwerbehinderte ab GdB 80 und deren Begleitpersonen.

KombiTicket

Die Konzertkarte gilt auch als Fahrausweis im VVO-Verbundraum vier Stunden vor Veranstaltungsbeginn bis 4.00 Uhr des Folgetages in allen Nahverkehrsmitteln – außer Sonderverkehrsmittel.

Werkeinführung

Martin Morgenstern: Geheimnisvoll erhaben >>

Dresdner Kreuzchor, h-moll Messe
Dresdner Kreuzchor (c) Martin Jehnichen

Die h-Moll Messe von Johann Sebastian Bach ist ein monumentales Werk der geistlichen Musik, das als eine der bedeutendsten Kompositionen der Barockzeit gilt. Bach arbeitete über viele Jahre an dieser Messe, wobei Teile bereits in früheren Kantaten und Messen entstanden. Die endgültige Fassung, wie wir sie heute kennen, wurde jedoch erst kurz vor seinem Tod im Jahr 1750 fertiggestellt.

Die Messe ist in fünf Hauptteile gegliedert: Kyrie, Gloria, Credo, Sanctus und Agnus Dei. Jeder dieser Teile ist wiederum in zahlreiche Sätze unterteilt, die eine beeindruckende Vielfalt an musikalischen Formen und Stimmungen aufweisen. Bach nutzte eine breite Palette an Kompositionstechniken, darunter Fugen, Arien, Chöre und Instrumentalsätze, um den lateinischen Messtext auf tiefgründige und bewegende Weise zu vertonen.

Ein besonderes Merkmal der h-Moll Messe ist ihre komplexe Struktur und die anspruchsvollen Vokalpartien. Bach schrieb für einen großen Chor, Solisten und ein Orchester, wobei er die verschiedenen Klangfarben und Ausdrucksmöglichkeiten meisterhaft einsetzte. Die Messe zeichnet sich durch eine tiefe spirituelle Ausdruckskraft aus, die sowohl die Freude als auch die Trauer des christlichen Glaubens widerspiegelt.

Die h-Moll Messe wurde zu Bachs Lebzeiten nie vollständig aufgeführt. Erst im 19. Jahrhundert, als das Interesse an Bachs Musik wiederentdeckt wurde, begann man, das Werk in seiner Gesamtheit zu würdigen. Heute gilt die h-Moll Messe als ein Höhepunkt der abendländischen Musikgeschichte und wird weltweit in Konzertsälen und Kirchen aufgeführt.

Die Mitwirkenden

Bach: h-Moll Messe | Gedenkkonzert des Dresdner Kreuzchores | 07.02.2026 7

MIRIAM FEUERSINGER

Die österreichische Sopranistin Miriam Feuersinger zählt zu den führenden Stimmen im Bereich der geistlichen Barockmusik. Ihre besondere Liebe gilt dem Schaffen von J. S. Bach, was sich in ihrer regen internationalen Konzerttätigkeit sowie der Gründung der Reihe „Bachkantaten in Vorarlberg“ widerspiegelt.

Die ECHO- und OPUS-Klassik-Preisträgerin ist regelmäßiger Gast bei renommierten Institutionen wie dem Bachfest Leipzig, der Bachstiftung St. Gallen oder der Bachakademie Stuttgart. Sie musiziert mit Dirigenten wie Jordi Savall, Ton Koopman und Hans-Christoph Rademann sowie mit Ensembles wie dem Freiburger Barockorchester oder dem Collegium Vocale Gent. Zahlreiche CD- und Rundfunkaufnahmen dokumentieren ihre künstlerische Arbeit.

Ein kommender Höhepunkt ist eine Tournee mit der Matthäuspassion unter Sir Simon Rattle (2027). Neben ihrer Konzerttätigkeit lehrt sie seit 2023 Historischen Gesang an der Anton Bruckner-Universität Linz und leitet die Reihe „Musik in Herz-Jesu“ in Bregenz.

(c) Schneider Photography


Bach: h-Moll Messe | Gedenkkonzert des Dresdner Kreuzchores | 07.02.2026 8

HANNA ZUMSANDE

Die Sopranistin Hanna Zumsande ist eine international gefragte Konzertsolistin. Sie arbeitet mit Dirigenten wie Pablo Heras Casado, Thomas Hengelbrock und Hansjörg Albrecht zusammen. Zunächst profiliert im Bereich der Alten Musik – in Kooperation mit Ensembles wie der Akademie für Alte Musik Berlin, dem Freiburger Barockorchester oder der Lautten Compagney Berlin – erweiterte sie ihr Repertoire stetig um die großen Oratorien der Romantik bis hin zur Moderne.

Ihre Konzerttätigkeit führte sie zum NDR Elbphilharmonie Orchester und dem Zürcher Kammerorchester sowie zu bedeutenden Festivals wie dem Bachfest Leipzig oder dem
Schleswig-Holstein Musik Festival. Gastspiele führten sie in das Concertgebouw Amsterdam, die Elbphilharmonie Hamburg und bis nach Hongkong.

Zahlreiche CD- und Rundfunkaufnahmen dokumentieren ihre künstlerische Arbeit. Seit 2022 gibt sie ihr Wissen als Dozentin für Gesang an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg weiter.

(c) Christian Palm


Bach: h-Moll Messe | Gedenkkonzert des Dresdner Kreuzchores | 07.02.2026 9

MARIE HENRIETTE REINHOLD

Die Leipziger Mezzosopranistin Marie Henriette Reinhold studierte klassischen Gesang/Operngesang bei Elvira Dreßen an der Musikhochschule in Leipzig. Dort schloss sie 2020 mit Auszeichnung ab.

Als Solistin ist sie seitdem in ganz Deutschland und im europäischen Ausland mit namhaften Ensembles und Dirigenten unterwegs. Dabei bewegt sie sich hauptsächlich im Bereich des Konzert- und Oratoriengesanges. Darüber hinaus ist sie jeden Sommer bei den Bayreuther Festspielen als Opernsängerin zu erleben: So singt sie seit 2019 eines von Klingsors Zaubermädchen. In den letzten Jahren kamen Floßhilde und Grimgerde im „Ring“ unter renommierten Dirigenten und Regisseuren dazu.

Sie ist auf zahlreichen CDs verschiedener Label vertreten. Zuletzt erschienen die CDs der Reihe „Vision.Bach“ mit der Gaechinger Cantorey Stuttgart unter Hans-Christoph Rademann sowie der Live-Mitschnitt der Premiere des „Parsifal“ der Bayreuther Festspiele 2023 unter Pablo Heras-Casado

(c) Christian Palm


Bach: h-Moll Messe | Gedenkkonzert des Dresdner Kreuzchores | 07.02.2026 10

Daniel Johannsen

Der österreichische Tenor Daniel Johannsen studierte in Wien bei Margit Klaushofer und Robert Holl. Als Meisterschüler von Dietrich Fischer-Dieskau und Nicolai Gedda sowie Preisträger der Bach-, Schumann- und Mozart-Wettbewerbe etablierte er sich als einer der weltweit gefragtesten Bachinterpreten. Er gastiert regelmäßig in Zentren wie der New Yorker Carnegie Hall und arbeitete mit Dirigenten wie Nikolaus Harnoncourt und René Jacobs sowie Orchestern wie den Wiener Philharmonikern zusammen.

Auf der Bühne, etwa an der Volksoper Wien, ist er mit Mozart-Partien sowie Werken des Barock und der Moderne zu erleben. Neben seiner Operntätigkeit widmet er sich intensiv dem Liedgesang, begleitet von Pianisten wie Kristian Bezuidenhout. Sein Schaffen ist auf rund 60 hochgelobten CDs dokumentiert.

In der Saison 2025/26 führt ihn sein Weg zur Nederlandse Bachvereniging und zu den Ludwigsburger Schlossfestspielen. Neben Auftritten im Wiener Musikverein unter Martin Haselböck bleibt er auch in dieser Spielzeit als Hauptsolist dem Leipziger Bachfest treu.

(c) Marcel Plavec


Bach: h-Moll Messe | Gedenkkonzert des Dresdner Kreuzchores | 07.02.2026 11

TOBIAS BERNDT

Der Bariton Tobias Berndt hat sich international zu einem der profiliertesten Lied- und Konzertsänger seiner Generation etabliert. Seine musikalischen Wurzeln liegen im Dresdner Kreuzchor, gefolgt vom Gesangstudium bei Hermann Christian Polster/Leipzig und Rudolf Piernay/Mannheim sowie prägenden Impulsen durch Dietrich Fischer Dieskau und Thomas Quasthoff.

Seine Konzerttätigkeit führt ihn regelmäßig zu bedeutenden Orchestern in ganz Europa. Dabei arbeitet er mit renommierten Dirigenten wie Sir Simon Rattle, Philippe Herreweghe, Herbert Blomstedt, Teodor Currentzis Hans-Christoph Rademann zusammen. Sein breit gefächertes Repertoire reicht von Monteverdi und den großen Oratorien des Barock und der Romantik bis hin zu zeitgenössischen Werken.

Auch auf der Opernbühne ist Berndt ein gern gesehener Gast, mit Partien wie Wolfram „Tannhäuser“, Don Alfonso „Così fan tutte“ oder Argante „Rinaldo“. Besondere Anerkennung findet sein Schaffen als Liedsänger: Als Preisträger namhafter Wettbewerbe wie „Das Lied“ in Berlin gastiert er weltweit in Zentren wie dem Wiener Musikverein, dem Lucerne Festival, der Schubertiade oder in Japan. Zahlreiche Rundfunk- und CD-Aufnahmen dokumentieren seine vielseitige künstlerische Arbeit.

(c) anna.s.


Bach: h-Moll Messe | Gedenkkonzert des Dresdner Kreuzchores | 07.02.2026 12

DAS DRESDNER FESTSPIELORCHESTER

Leidenschaftliche Spielfreude und historische Expertise: Das 2012 von den Dresdner Musikfestspielen gegründete Dresdner Festspielorchester widmet sich der authentischen Klangrede auf Originalinstrumenten. Das Kernrepertoire des Ensembles, das sich aus Mitgliedern führender europäischer Alte-Musik-Formationen zusammensetzt, liegt in der Romantik.

Unter Chefdirigent Ivor Bolton hat sich der Klangkörper international profiliert. Gastspiele führten das Orchester in die Berliner Philharmonie, die Elbphilharmonie oder zum Musikfestival in Bogotá. Zu den künstlerischen Partnern zählen namhafte Solisten wie Isabelle Faust, René Pape oder Jan Vogler.

Ein aktueller Meilenstein ist das Projekt „The Wagner Cycles“: Unter der Leitung von Kent Nagano erarbeitet das Orchester bis 2026 Wagners „Der Ring des Nibelungen“ im Licht historischer Aufführungspraxis. Nach Stationen in Paris, Prag und Luzern findet das Mammutprojekt 2026 mit der „Götterdämmerung“ seinen krönenden Abschluss.

(c) Carsten Beier