Bach: Weihnachtsoratorium 4-6 | Dresdner Kreuzchor | 10.01.2026
Die Aufführungen des Weihnachtsoratoriums, Johann Sebastian Bachs bekanntester Komposition, in der Kreuzkirche Dresden durch den berühmten Dresdner Kreuzchor, die Dresdner Philharmonie und erstklassiger Solisten sind ein fester Bestandteil der Weihnachtszeit. Feierliche Eröffnungs- und Schlusschöre, die glanzvolle Vertonung der biblischen Weihnachtsgeschichte in den Rezitativen und zauberhaften Arien der Gesangssolisten prägen dieses wunderbare Werk Bachs.
Bach: Weihnachtsoratorium 4-6 mit dem Dresdner Kreuzchor
„Ehre sei Dir, Gott, gesungen“ klingt es am Sonnabend, dem 10. Januar um 17 Uhr noch einmal in der Kreuzkirche Dresden, wenn der Dresdner Kreuzchor unter Leitung von Kreuzkantor Martin Lehmann die Kantaten 4-6 des Weihnachtsoratoriums von Johann Sebastian Bach geschlossen aufführt.
Auch wenn heutzutage viel vom Weihnachtszauber in die Adventszeit bis zum 26. Dezember vorgezogen wird, so geht das Weihnachtsfest nach alter Tradition bis zum Fest Mariä Lichtmess am 2. Februar, mit dem an die Vorstellung Jesu im Tempel 40 Tage nach seiner Geburt gedacht wird. Die vermeintlich späte Aufführung des Weihnachtsoratoriums entspricht damit auch inhaltlich durchaus dem Ansinnen Johann Sebastian Bachs, die Kantaten über die gesamte Weihnachtszeit verteilt zu spielen.
Johann Sebastian Bach: Weihnachtsoratorium, Kantaten 4-6
Samstag, 10.01.2026, 17.00 – 18.15 Uhr (Einlass 16.15 Uhr)
Mitwirkende:
Joanne Lunn, Sopran
Britta Schwarz, Alt
Michael Mogl, Tenor
Henryk Böhm, Bass
Dresdner Kreuzchor
Dresdner Philharmonie
Kreuzkantor Martin Lehmann, Leitung
Tickets erhältlich an der Konzertkasse der Kreuzkirche, online und an allen bekannten Vorverkaufsstellen.
Abendkasse: Konzertkasse im Haus an der Kreuzkirche 90 Minuten vor Beginn geöffnet. Abendkassenzuschlag: 3,00 € je Ticket.
Ermäßigte Preise gelten für Kinder ab 6 Jahren (Eintritt erst ab 6 Jahren möglich), Schüler, Studenten, Auszubildende, Männer und Frauen, die Bundesfreiwilligendienst (BFD) leisten, Freiwillig Wehrdienstleistende (FWD), Inhaber des Dresden-Passes sowie Schwerbehinderte ab GdB 80 und deren Begleitpersonen.
KombiTicket
Die Konzertkarte gilt auch als Fahrausweis im VVO-Verbundraum vier Stunden vor Veranstaltungsbeginn bis 4.00 Uhr des Folgetages in allen Nahverkehrsmitteln – außer Sonderverkehrsmittel.
Werkeinführung
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Die Solisten

Joanne Lunn
Die britische Sopranistin Joanne Lunn ist eine international etablierte Künstlerin, die weltweit für ihren warmen Klang, ihre beeindruckende Koloratursicherheit und ihre feinsinnige Textinterpretation geschätzt wird. Vor allem im Bereich der Alten Musik hat sie sich einen herausragenden Ruf erworben. Ihr dicht gedrängter Terminkalender führt sie regelmäßig in die renommiertesten Konzerthäuser und zu den bedeutendsten Festivals rund um den Globus.
In ihrer langjährigen Karriere arbeitete sie mit den inspirierendsten Dirigenten und Ensembles der Welt zusammen. Dazu zählen Masaaki Suzuki und das Bach Collegium Japan, Lars Ulrik Mortensen mit Concerto Copenhagen, Rudolf Lutz sowie das Ensemble Tafelmusik aus Toronto.
Ihre Diskografie dokumentiert diese künstlerische Vielseitigkeit eindrucksvoll mit Haydn-Messen unter Sir John Eliot Gardiner, Bachs große Passionen sowie Händels Messias mit dem Royal Philharmonic Orchestra. Ein besonderer Höhepunkt ihres Schaffens ist die Aufnahme des Requiems von Mozart mit dem Dunedin Consort, die mit dem renommierten Gramophone Award ausgezeichnet wurde.
(c) privat

Britta Schwarz
Die in Neubrandenburg geborene Altistin studierte in Berlin und Dresden, bevor sie im Opernstudio der Semperoper Dresden aufgenommen wurde. Sie ist Preisträgerin internationaler Wettbewerbe und gastiert weltweit in bedeutenden Musikzentren.
Ihr umfangreiches Repertoire brachte sie mit Orchestern wie den Berliner Philharmonikern, der Academy of St. Martin in the Fields und dem Concertgebouworkest Amsterdam sowie mit Dirigenten wie Kent Nagano, Marek Janowski und Gustavo Dudamel zusammen. Eine besonders prägende Partnerschaft verbindet sie mit Sir András Schiff.
Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit ist die Barockmusik, dokumentiert durch die Zusammenarbeit mit Ensembles wie dem Freiburger Barockorchester oder der Akademie für Alte Musik Berlin. Ihre Diskografie umfasst Solo-Alben sowie Bach-Gesamtaufnahmen mit dem Ensemble Frauenkirche. 2022 erschien ihr CrossoverProjekt „Nur wer die Sehnsucht kennt“.
Britta Schwarz leitet den Interpretationskurs für Oratorium an der Musikhochschule Dresden und ist Gastprofessorin an der Musikhochschule „Hanns Eisler“ Berlin.
(c) Knut Strübing

Michael Mogl
Der Tenor Michael Mogl blickt auf eine rege Konzerttätigkeit im In- und Ausland zurück. Dabei arbeitete er mit renommierten Ensembles wie dem Gewandhausorchester Leipzig, der Gächinger Kantorei oder Concerto Köln zusammen.
Neben seinem breit gefächerten Oratorienrepertoire widmet er sich intensiv dem Liedgesang sowie thematischen Soloprogrammen und ist regelmäßig auf der Opernbühne zu erleben. Als Teil des Künstlerkollektivs „Aelia“ beschreitet er
innovative Wege: Das Ensemble kleidet Werke verschiedener Epochen in neue Klanggewänder, bespielt unkonventionelle Orte und erweitert die Musik um die Ebene des Tanzes. Zudem ist er Mitglied der „capella sollertia“ unter Johanna Soller. Nach der Veröffentlichung einer CD-Box mit Kantaten von Johann Ludwig Bach ist das Ensemble in diesem Jahr bei namhaften Festivals wie dem Bachfest Leipzig zu Gast.
(c) Marco Borggreve

Henryk Böhm
Der in Dresden geborene Bariton Henryk Böhm erhielt seine erste Ausbildung im Dresdner Kreuzchor, bevor er sein Studium an der heimischen Musikhochschule absolvierte. Wichtige Impulse erhielt er von Legenden wie Elisabeth Schwarzkopf und Peter Schreier. Er ist Preisträger renommierter Wettbewerbe, darunter der Robert-Schumann-Wettbewerb und der Deutsche Musikwettbewerb.
Auf der Opernbühne verkörpert er zentrale Partien wie Don Giovanni, Papageno und Figaro. Seine rege Konzerttätigkeit führt ihn weltweit in Häuser wie die Berliner Philharmonie, das Seoul Arts Center und die Suntory Hall Tokio. Er ist regelmäßiger Gast bei bedeutenden Festivals wie den Salzburger Festspielen oder dem Bachfest Leipzig und arbeitete mit Dirigenten wie Andrew Manze, Hans-Christoph Rademann und Andreas Reize zusammen.
Neben seiner Bühnenkarriere ist Henryk Böhm Professor für Gesang an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover sowie international als Juror und Dozent für Meisterkurse tätig.
(c) Sebastian Kuhn